Lina, 18, Berlin

Welche Erfahrungen hast du bei Face2Face Fundraising gemacht?

Viel zu viele. Man begegnet sowohl im Team, als auf der Straße den unterschiedlichsten Menschen. Das schult erstens die Menschenkenntnis und poliert das Selbstvertrauen ordentlich auf. Jeder Tag als Dialoger ist also voller Erfahrungen.

Dein schönstes Erlebnis als Fundraiser?

Als ich mal an der Schloßstraße eine waschechte Clownin geschrieben hab. Die Dame hat mich so „fertig“ gemacht, dass ich am Ende nur noch lachend am Boden kniete. Das klingt bei mir wie poppende Hasen. Sie telefonierte währenddessen mit ihrem Mann (auch Clown). Irgendwann sagte sie zu ihm: “Hör mal, so klingen die Roten Nasen.” und hielt das Telefon in meine Richtung. Sie hat natürlich mitgemacht. :)

Was möchtest du zukünftigen Fundraisern sagen?

Kinder, wenn ihr diesen Job beginnt, macht euch auf was gefasst. Das einzige was ihr mitbringen müsst sind Eier, aber auch die können einem wachsen. Spaß beiseite. Jeder kann in diesem Job erfolgreich sein und damit die Welt jeden Tag ein Stückchen besser machen. Schon allein, weil man Menschen dazu bringt ihr Geld in etwas Sinnvolles zu investieren. Zelebriert jeden Förderer mit Liebe zum Detail und lasst die motzenden Menschen mit einem Lächeln an euch abprallen. Schätzt was euch hier beigebracht wird, denn in diesem Job bleibst du nicht stumpf in einer Stellung. Du agierst, entscheidest  und wächst jeden Tag. Ob Dialoger, Standplatzbetreuer oder Teamleiter. Jede neue Position ist erst mal wie ein viel zu großes T-Shirt, welches einem übergeworfen wurde. Doch mit jedem Arbeitstag wächst du immer mehr hinein, bis es zur zweiten Haut wird und wenn du mit Ehrgeiz und Spaß an die Sache rangehst wachsen wir auch gern mit dir. ;-)

Wie bist du zum Job bei Face2Face Fundraising gekommen?

Ich wurde mit 16 von der lieben Annika angesprochen. Damals war ich aber noch zu jung. Als ich mit 17 unbedingt einen Job mit Sinn machen wollte, hielt ich Ausschau nach den Roten Nasen. Irgendwann fand ich sie dann auch in Pankow und schrieb mich quasi selbst ein.

Warum hast du diesen Job gewählt und keinen anderen?

Wer sich jeden Tag zehn Stunden auf die Straßen Berlins begibt, um Menschen für eine gute Sache zu überzeugen muss schon ein kleines Stück besonders sein. Somit ist eine herrliche Crew vorprogrammiert. Ein Job muss mich zudem fordern, meinen Ehrgeiz wecken. Man sieht jeden Tag was man geleistet hat, agiert mit Menschen und nicht Stumpf vorm Computer. Keiner von uns ist normal und dieser Job ist auch nicht normal. Und das ist auch gut so! Punkt. Aus. Feierabend. Stammtisch.